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Im Hinblick auf den Umstieg auf erneuerbare Energien hat Deutschland eine anerkannte Führungsposition inne. Die Tage der alten Kernkraftwerke im Land sind gezählt. Das AVR Jülich, in den 1950er-Jahren als wissenschaftlicher Prototyp gebaut und damit eines der ältesten Kernkraftwerke in Europa, sollte als eines der Ersten zurückgebaut werden. Bereits seit 2006 war Mammoet an der Planung und der Risikobewertung beteiligt und schließlich war es soweit, den Reaktorbehälter zu heben und in sein 600 Meter entfernt gelegenes Zwischenlager für die nächsten 60 Jahre zu transportieren. Da dieses Kraftwerk im dicht besiedelten Westen des Landes lag, waren Sicherheits- und Umweltaspekte beim Rückbau von zentraler Bedeutung.

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Im Hinblick auf den Umstieg auf erneuerbare Energien hat Deutschland eine anerkannte Führungsposition inne. Die Tage der alten Kernkraftwerke im Land sind gezählt. Das AVR Jülich, in den 1950er-Jahren als wissenschaftlicher Prototyp gebaut und damit eines der ältesten Kernkraftwerke in Europa, sollte als eines der Ersten zurückgebaut werden. Bereits seit 2006 war Mammoet an der Planung und der Risikobewertung beteiligt und schließlich war es soweit, den Reaktorbehälter zu heben und in sein 600 Meter entfernt gelegenes Zwischenlager für die nächsten 60 Jahre zu transportieren. Da dieses Kraftwerk im dicht besiedelten Westen des Landes lag, waren Sicherheits- und Umweltaspekte beim Rückbau von zentraler Bedeutung.

Dank innovativer Transportlogistik konnte die Exposition an der freien Luft erheblich reduziert werden

Aufgrund des Alters und der dünnen Wände des Reaktors war das Risikoprofil des Jülich-Projekts außergewöhnlich hoch. Es waren zahlreiche Überprüfungen und Vorbereitungen erforderlich, bevor die Behörden den Transport genehmigten.

Unter der Annahme, dass für das Rangieren der Kolonne durch einige schwierige Kurvenverläufe auf der 600 Meter langen Strecke nicht genügend Platz vorhanden sei, hatte der Kunde den Transport mit SPMT-Modulen ursprünglich ausgeschlossen. Aus diesem Grund wurde der Plan entwickelt, den Transport mit einem maßgefertigten Luftkissensystem vorzunehmen. Aufgrund der hohen Lasten und erforderlichen Winschpunkte für die Kurven war dieser Ansatz jedoch kostenintensiv und komplex. Er hätte mehrere Tage in Anspruch genommen, in denen der hochkontaminierte Nuklearreaktor der Freiluft ausgesetzt gewesen wäre. Nach einem sorgfältigen und gründlichen Engineering konnte das Team von Mammoet nachweisen, dass SPMT-Module eine sichere und vernünftige Alternative darstellen würden.

Der Reaktor wurde ursprünglich an Ort und Stelle gebaut. Zur Verstärkung und Stabilisierung der Einbauten wurde der Reaktor mit Porenbeton von geringer Dichte gefüllt.

Aus Sicherheitsgründen war über dem Reaktorgebäude ein weiteres Gebäude errichtet worden, um eine sichere Demontage zu ermöglichen. In diesem Gebäude stellte Mammoet ein Hubportal mit Litzenhebern auf, um den jetzt 2.000 Tonnen schweren Reaktor anzuheben, seitlich zu verschieben und von einer vertikalen in eine horizontale Position zu verfrachten, die den Transport ermöglichen würde. Nach diesem komplizierten Umlegevorgang wurde der Reaktor auf den SPMT-Modulen platziert. Dann wurde er sicher zu seinem langfristigen Zwischenlager transportiert und dort abgeladen.

Dank dem von Mammoet entwickelten Ansatz war kein teures Luftkissensystem für den Transport erforderlich und die Transportzeit betrug nur vier Stunden – dies bedeutete eine Zeitersparnis von mehr als 75 %. Der Auftrag wurde zu einem Bruchteil der Kosten ausgeführt. Am wichtigsten war jedoch, dass der SPMT-Ansatz als deutlich sicherer galt, da er die Zeit an der freien Luft und das Risiko für Zwischenfälle während des Transports reduzierte. Da der Reaktor jetzt sicher in einem langfristigen Zwischenlager untergebracht ist, kann Deutschland seinen Traum von umweltfreundlicher Energie weiterverfolgen.

 
 

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