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Mehrere Großkomponenten wurden in einer beengten Anlage gedreht und zum Transport auf Bodenhöhe abgesenkt

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Mehrere Großkomponenten wurden in einer beengten Anlage gedreht und zum Transport auf Bodenhöhe abgesenkt

Das Kernkraftwerk Lingen in Deutschland befindet sich im Rückbauprozess. Mammoet wurde mit der Entfernung der zwei jeweils rund 155t schweren Dampfumformer aus dem Kontrollbereich des Kraftwerkes beauftragt.    

In der Planungsphase entwickelte das Engineering-Team von Mammoet eine präzise und effiziente Gesamtlösung für das sichere Ausbringen der großen Bauteile. Während der Ausführungsphase mussten diese vertikal bewegt und dann in eine horizontale Lage gekippt werden, bevor sie aus dem Gebäude auf die unten wartenden Transportmittel gehoben wurden.

Insgesamt verbrachte das Engineering-Team von Mammoet nur wenige Wochen damit, eine kombinierte Hub- und Transportlösung mit Litzenhebern zu entwickeln, die speziell für diese Arbeitsumgebung konzipiert wurde. 

Durch unsere umfassenden Erfahrungen aus Rückbauprojekten war es uns möglich, zügig in die laufenden Rückbauarbeiten einzusteigen und in relativ kurzer Zeit eine sichere Lösung zu entwickeln.

Dr. Sören Müller, Team Leader Nuclear and Logistics bei Mammoet Deutschland


Durch die hohen Auflagen an den Strahlenschutz musste das gesamte Werkzeug, Equipment sowie die 100t gefertigter Stahlbau vor dem Einbringen in den Kontrollbereich speziell eingemessen werden. Dieser erhebliche Zeitfaktor musste in der Planung unbedingt berücksichtigt werden, damit der Gesamttermin gehalten werden konnte.

Vor der Ausführung wurden alle Kernkomponenten, darunter die Tragbandage, das Temporary Lifting Device und der Verschubträger für den Querverschub einem Lasttest unterzogen. Nach erfolgreicher Abnahme durch die Behörde konnten die Arbeiten im Kontrollbereich beginnen.

Zunächst musste die Tragbandage am ersten Dampfumformer montiert werden. Das aufrecht stehende Bauteil war aufgrund seiner Einbaulage in einer engen Umhausung schwer zugänglich und musste mit hydraulischen Kletterpressen angepresst und seitlich verschoben werden.

Nachdem die Tragbandage installiert war, übernahm das Temporary Lifting Device den Dampfumformer. Er wurde nun Zentimeter für Zentimeter mit einer Schwerlastverschubeinrichtung und dem Temporary Lifting aus der Umhausung herausgeschoben und schließlich punktgenau auf der Verschubbahn abgelegt. Danach wurde der liegende Dampfumformer um 90 Grad gedreht und abgesenkt.

In dieser Position konnte die Großkomponente aus dem Kontrollbereich auf ein mehrere Stockwerke hohes Portal an der Gebäudeaußenseite ausgeschleust werden. Aufgrund von Störkanten und des engen Durchmessers der Öffnung standen nur wenige Zentimeter Spielraum für die Ausführung zur Verfügung.

Nach dem Ausschleusen wurde die Komponente im Tandemhub mit einem 1200 Tonnen und einem 750 Tonnen Mobilkran vom Hubgerüst gehoben und für den Transport auf dem Kraftwerksgelände verladen. Der zweite Dampfumformer folgte im gleichen Verfahren. Als letztes wurden vier Unterkühler verschoben, ausgehoben und dem Kunden zur Verladung in Spezialcontainer übergeben.

Wir waren sehr zufrieden mit der technischen Lösung und der Zusammenarbeit mit Mammoet. Die sehr gut durchgeplante und sichere Entfernung der Dampfumformer war ein wichtiger Schritt im gesamten Rückbauprozess.

Stefan Lindemann, Projektleiter Abbau Großkomponenten bei der RWE Nuclear GmbH

Das eingespielte Team führte alle Arbeiten unter Einhaltung der behördlichen Auflagen in kerntechnischen Anlagen sicher und pünktlich aus.

 
 

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