Branche:
  • Bergbau und Metalle

Kompetenz:
  • Schwerhub

  • Hydraulisches Heben

Vorteile:
  • Verkürzte Unterbrechung

  • Optimierter Zeitplan

  • Parallele Operationen

Standort:
  • Kanada

Die richtige Lösung unterstützt einen sicheren und effizienten Modulbau und reduziert Anlagenstillstände.

Im Rahmen einer Erweiterung des Stahlwerks Arcellor Mittal Dofasco in Hamilton, Ontario (Kanada), hat Mammoet drei Module zum Stützen eines neuen Generators und einer neuen Turbine erfolgreich und sicher montiert.

Der Kunde plante von Anfang an, ein modulares Konzept anzuwenden und die Module standortfern, d. h. abseits des beengten Baugeländes, zu bauen. Verglichen mit dem Stockbau reduziert diese Technik die Unterbrechungen auf der Baustelle und sorgt gleichzeitig für eine höhere Sicherheit und geringere Stillstandszeiten. Mammoet wurde frühzeitig in der Planungsphase damit beauftragt, ein Verfahren für die anschließende Montage der schweren und übergroßen Module in der bestehenden Anlage zu entwickeln. Ohne eine Möglichkeit zum Umsetzen der vollständig fertiggestellten Strukturen hätten die Pläne für die modulare Konstruktion verworfen werden müssen.

Im Hinblick auf die Lösung war es entscheidend, dass das verwendete Equipment über ausreichend Kapazität zum Umsetzen der Module verfügte. Gleichzeitig musste das Gewicht des Equipments jedoch so gering sein, dass es das Fundament nicht überlastet. Nach einer sorgfältigen Analyse entschied Mammoet in enger Zusammenarbeit mit dem Modulhersteller Hatch Limited, dass das eigene Titanturm-System die beste Lösung wäre. Das Titanturm-System konnte das Gewicht der Module so verteilen, dass das Fundament auch in Verbindung mit dem Eigengewicht nicht überlastet war. Dank dieser Lösung konnte das modulare Konzept weiter vorangetrieben werden.

Das Titanturm-System besteht aus Titanstahl-Hockern, die gestapelt und aneinander befestigt werden, um eine bestimmte erforderliche Höhe zu erreichen. Die einzelnen Türme werden dann mithilfe von Querverstrebungen verstärkt, um eine stabile Plattform bereitzustellen. Der Titanturm wurde auf einem Verschubsystem montiert und anschließend mit den Modulen beladen.

Das System wurde dann mit den Modulen entlang der Verschubbahn bewegt, überquerte mithilfe von RoRo-Rampen eine offene Grube und wurde innerhalb der bestehenden Anlage platziert. Dort errichtete der Kunde dauerhafte Stahlstützen unter den Modulen. Mammoet bockte die Module auf den Stützen auf und entfernte das Titanturm-System, sodass die Turbine und der Generator darunter montiert werden konnten. Für diesen Vorgang wurden SMPTs, Hillman-Walzen und ein Hubportal verwendet.

Die frühzeitige Einbindung von Mammoet in der Planungsphase sowie die enge Kommunikation und Zusammenarbeit mit anderen Auftragnehmern ermöglichte die Umsetzung des modularen Konzepts. Dadurch konnten die Projektsicherheit erhöht und die Stillstandszeiten der Anlage reduziert werden, da die Arbeitsabläufe auch während der Erweiterung drei Wochen lang fortgesetzt werden konnten.