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Als die Einwohner von Heuersdorf ihren Heimatort verlassen mussten, um dem Kohlenbergbau zu weichen, waren sie sich in einem Punkt einig – ihre geliebte 800 Jahre alte Emmauskirche würden sie nicht aufgeben. Nach heftigen Protesten der Bevölkerung wurde beschlossen, das Gebäude als Ganzes in den nahegelegenen Ort Borna umzusetzen. Der 1.000-Tonnen-Transport musste die 12-Kilometer-Strecke in nur neun Tagen zurücklegen, um den regionalen Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen. Für Mammoet beinhaltete dieser Denkmalschutz zwei Herausforderungen: kreatives Engineering und fehlerfreie Ausführung.

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Als die Einwohner von Heuersdorf ihren Heimatort verlassen mussten, um dem Kohlenbergbau zu weichen, waren sie sich in einem Punkt einig – ihre geliebte 800 Jahre alte Emmauskirche würden sie nicht aufgeben. Nach heftigen Protesten der Bevölkerung wurde beschlossen, das Gebäude als Ganzes in den nahegelegenen Ort Borna umzusetzen. Der 1.000-Tonnen-Transport musste die 12-Kilometer-Strecke in nur neun Tagen zurücklegen, um den regionalen Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen. Für Mammoet beinhaltete dieser Denkmalschutz zwei Herausforderungen: kreatives Engineering und fehlerfreie Ausführung.

KEIN RAUM FÜR FEHLER UND KEINE ZEIT ZU VERLIEREN.

Es bestand die Gefahr, dass der Transport der alten Kirche den Verkehr in der Region erheblich beeinträchtigen würde, daher musste die Wegzeit möglichst gering sein. Zu dem Zeitdruck kam hinzu, dass aufgrund von Schienenüberquerungen und der vorübergehenden Anhebung von Hochspannungsleitungen feste Durchführungszeiten eingehalten werden mussten. Aufgrund dieser Faktoren war es noch wichtiger, die optimale Strecke zu finden und für eine reibungslose Durchführung zu sorgen. Eine Engineering-Studie von Mammoet ergab, dass die schnellste und kosteneffektivste Route gleichzeitig auch die schwierigste war: Es waren Straßenanpassungen sowie speziell eingerichtete Überquerungen zweier Flüsse und zweier vielbefahrener Bahnstrecken erforderlich. Für die Flussüberquerungen richtete das Team von Mammoet Brücken ein, dabei wurden fast 55.000 Kubikmeter Boden bewegt.

Da die Kirche sehr stoßempfindlich war, mussten unebene Straßen verbreitert und ein Höhenausgleich geschaffen werden. Hierfür wurden 10.000 Tonnen Sand und Kies eingesetzt. Zu demselben Zweck wurden spezielle Plattformen für die sichere Überquerung der stark befahrenen Bahnstrecken gebaut. An anderer Stelle hoben die Krane von Mammoet Hochspannungsleitungen an, damit der 22 Meter hohe Konvoi passieren konnte. Neben zahlreichen Streckenbauten und -anpassungen war es für den sicheren Transport – den die Erbauer der Kirche sicher nie vorgesehen hatten – notwendig, das Gebäude zu stabilisieren. Die Kirchenwände wurden innen und außen mit Metallgerüsten ausgesteift, um die Stabilität des Gebäudes zu gewährleisten. Mammoet unterstützte den für diesen Auftragsteil zuständigen Auftragnehmer mit Engineering-Dienstleistungen. Unter der Kirche wurde ein Podest aus Stahl und Beton positioniert. Anschließend wurde alles auf SPMTs gesetzt. Jetzt war die Emmauskirche bereit für die Fahrt ihres Lebens! Nach nur sechs Tagen auf der Straße kam die historische Kirche sicher in Borna an. Dort musste sie in millimetergenauer Präzisionsarbeit durch die engen Straßen geführt werden. Am vorgesehenen Standort setzte Mammoet das Gotteshaus ab und entfernte das Schutzgerüst vorsichtig. In einem Zeitraum von nur neun Tagen vom Hochpressen bis zum Absetzen war die Emmauskirche umgesetzt worden. So konnte das alte Gebäude der Nachwelt erhalten bleiben.

 

 
 

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